Anbieter: Racing Project Germany
RPG CENTERLINE – DER ERSTE BREMSSATTEL MIT ZENTRALEM BANJO
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Beschreibung
Maximale Belagfläche. Zentraler Druckaufbau. Trotzdem 12-Zoll-tauglich.
Der RPG Centerline wurde nicht entwickelt, um ein weiterer Bremssattel im Scooter-Bereich zu sein. Sein Aufbau unterscheidet sich an einem entscheidenden Punkt von konventionellen Systemen: Der Bremsleitungsanschluss sitzt zentral an der Brücke und versorgt jeden Kolben über eine eigene Bohrung.
Dazu kommt die größte Belagfläche im Scooter-Bereich – und das in einem Gehäuse, das trotz seiner Dimensionen unter 12-Zoll-Felgen eingesetzt werden kann.
Insgesamt stecken drei Jahre Entwicklung im Centerline. Das erste Jahr floss in das Design, anschließend folgten Prototypen, umfangreiche Tests und mehrere Überarbeitungsstufen. Das Ergebnis ist ein vollständig neu gedachter Bremssattel mit eigenständiger Konstruktion, hoher Steifigkeit und kompromissloser CNC-Fertigung.
🏁 Entwickelt, um Dinge anders zu machen
Der grundsätzliche Aufbau vieler Scooter-Bremssättel ist seit Jahren ähnlich: Die Bremsleitung wird seitlich angeschlossen und ein geteilter interner Kanal verteilt den hydraulischen Druck auf die einzelnen Kolben.
Beim RPG Centerline haben wir diesen Aufbau verändert.
Der Anschluss der Bremsleitung befindet sich zentral und direkt an der Brücke des Sattels. Von diesem Punkt aus führt jeweils eine separate Bohrung zu jedem einzelnen Kolben.
Das Ziel: eine möglichst direkte und gleichmäßige hydraulische Versorgung aller Kolben.
Gleichzeitig ermöglicht die Konstruktion eine außergewöhnlich große Bremsbelagfläche, ohne die Kompatibilität mit kompakten 12-Zoll-Setups aufzugeben.
🚀 Was du beim Fahren davon hast
Der konstruktive Unterschied soll dort spürbar werden, wo es zählt: am Bremshebel.
Durch die separate Versorgung der Kolben wird der hydraulische Druck gleichmäßig verteilt. Kein Kolben soll verzögert reagieren – der Druckpunkt bleibt dadurch konstant und reproduzierbar, Fahrt für Fahrt.
Die besonders große Auflagefläche der Bremsbeläge verteilt die Belastung gleichzeitig auf eine größere Fläche. Dadurch entsteht weniger thermische Belastung pro Quadratmillimeter, was sich positiv auf die Standzeit der Beläge auswirkt.
Auch optisch ist der Centerline bewusst eigenständig gestaltet. Markante Kühlrippen treffen auf glänzendes Eloxal in fünf Farben. Das RPG-Logo ist nicht einfach aufgedruckt oder graviert, sondern erhaben aus dem Material herausgefräst. Ein Detail, das auch aus größerer Entfernung sofort auffällt.
🏆 Das zentrale Banjo-System
Hier liegt der entscheidende konstruktive Unterschied des RPG Centerline.
Bei herkömmlichen Bremssätteln sitzt der Anschluss der Bremsleitung seitlich. Von dort wird der hydraulische Druck über einen geteilten Kanal an die einzelnen Kolben weitergeleitet. Zusätzlich sind die Bereiche über eine geschlitzte Zwischenwand miteinander verbunden.
Diese Konstruktion bringt zwei Nachteile mit sich: Die Zwischenwand bietet zusätzliche Bereiche, an denen sich beim Entlüften Luftblasen festsetzen können. Außerdem baut sich der Druck entlang des Kanals auf dem Weg zu den weiter vom Anschluss entfernten Kolben ab, sodass die hintersten Kolben nur noch Restdruck statt des vollen Bremsdrucks erhalten.
Dieses Prinzip findet sich sowohl bei Originalherstellern als auch bei vielen anderen Bremssätteln auf dem Markt.
Beim RPG Centerline sitzt das Banjo dagegen mittig.
Der Anschluss befindet sich direkt an der Brücke – der steifsten Stelle des gesamten Sattels. Von dort führt eine eigene Bohrung zu jedem einzelnen Kolben. Dadurch erhält jeder Kolben denselben vollen hydraulischen Druck und keiner wird erst nachgelagert versorgt.
Die Position des Anschlusses bringt einen weiteren konstruktiven Vorteil mit sich. Bei zweiteiligen Bremssätteln können sich die beiden miteinander verschraubten Gehäusehälften unter hohem Bremsdruck geringfügig auseinanderbewegen. Beim Centerline führt diese Belastung dazu, dass sich der Sattel im oberen Bereich der Brücke stärker zusammenpresst und unter Last zusätzlich abdichtet.
Gleichzeitig steht an der Brücke keine Hohlschraube in Richtung Felge über. Genau dadurch lässt sich die außergewöhnlich große Belagfläche mit der notwendigen Bauhöhe für 12-Zoll-Felgen kombinieren.
🛠️ Material & Fertigung
Gehäuse
Das Gehäuse wird aus hochfestem Aluminium aus dem Vollen gefräst.
Gefertigt wird auf einer serienoptimierten 5-Achs-CNC-Maschine. Allein die reine Maschinenzeit beträgt rund drei Stunden pro Bremssattel.
Das Ergebnis sind präzise gefertigte Gehäusehälften mit der für den Centerline charakteristischen Form, den markanten Kühlrippen und exakt definierten Funktionsflächen.
Kolben aus 7075 Aluminium
Statt schwerer Edelstahlkolben verwendet der Centerline Kolben aus 7075 Aluminium mit Harteloxal-Beschichtung.
Durch das Harteloxieren entsteht eine keramikähnliche Oberfläche. Sie ist härter, bietet ein verbessertes Gleitverhalten und besitzt gleichzeitig eine geringere Wärmeleitfähigkeit.
Genau diese Eigenschaft ist bei einem Bremskolben erwünscht: Weniger Wärme wird vom Bremsbelag über den Kolben in die Bremsflüssigkeit übertragen.
Eine zusätzliche Rückstellfeder für die Kolben ist nicht notwendig. Die elastischen Dichtungen ziehen die Kolben selbstständig zurück.
Zur Führung der Bremsbeläge kommen stattdessen passgenau gestanzte Federbleche zum Einsatz. Sie führen die Beläge und wirken gleichzeitig Vibrationen entgegen.
Stahlpassstifte zur exakten Zentrierung
Auch die Zentrierung der beiden Gehäusehälften wurde anders gelöst.
Dort, wo andere Hersteller konstruktionsbedingt ihre O-Ring-Bohrungen unterbringen müssen, nutzt der Centerline den vorhandenen Platz für Stahlpassstifte.
Diese richten beide Gehäusehälften präzise zueinander aus, noch bevor eine einzige Schraube greift.
Durchgehende Brücke
Auf der Oberseite verbindet eine durchgehende Brücke beide Gehäusehälften.
Sie wirkt dem Aufspreizen des Sattels unter Bremsdruck entgegen und erhöht die Steifigkeit der gesamten Konstruktion.
Gehärtete Spannschrauben
Bei der Verschraubung kommen bewusst keine gewöhnlichen Innensechskantschrauben zum Einsatz.
Die beiden Gehäusehälften werden über vier gehärtete Spannschrauben aus gerolltem Stahl miteinander verbunden. Die Schrauben besitzen einen großen Flansch sowie einen Außen-12-Kant.
Dadurch lässt sich das erforderliche volle Drehmoment sicher übertragen und die beiden Hälften können maximal fest miteinander verspannt werden.
🔧 Setup & Kompatibilität
Der RPG Centerline ist universell ausgelegt und benötigt grundsätzlich einen radialen 82-mm-Adapter.
Bremsscheiben: Der Sattel kann mit allen gängigen Bremsscheibendurchmessern kombiniert werden. Für maximale Bremsleistung empfehlen wir eine 220-mm-Bremsscheibe. Wer den besten Mix aus Optik und Leistung sucht, greift zur 280-mm-Bremsscheibe.
Bremspumpe: Der Centerline funktioniert mit Original-Bremspumpen. Optimal ist eine radiale Bremspumpe mit 12–14 mm Kolbendurchmesser. Ein größerer Hub erleichtert insbesondere das Entlüften deutlich. Trotzdem empfehlen wir ausdrücklich, zum Befüllen bzw. Entlüften ein Unterdruckgerät oder eine Spritze zu verwenden.
Bremsleitung: Der Anschluss erfolgt über ein Standard-Banjo M10 × 1,0 und ist damit für alle gängigen Stahlflex-Bremsleitungen geeignet.
Montage links oder rechts: Der Centerline ist vollständig symmetrisch aufgebaut. Soll der Sattel auf der rechten statt auf der linken Seite montiert werden, wird der Entlüfternippel einfach in die zweite dafür vorgesehene Bohrung umgesetzt. Die Verschlussschraube wandert entsprechend auf die gegenüberliegende Seite. Dadurch ist der Sattel links, rechts und auch hinten montierbar.
12-Zoll-Montage hinten
Die Montage hinten wurde mit F&F / Ottopuntouno Felgen getestet.
Bei anderen Felgen – beispielsweise Malaguti – wird eine 1-mm-Unterlegscheibe benötigt.
Sollte es bei einem individuellen Setup dennoch zu einer Berührung mit der Felge kommen, betrifft dies die äußeren Kühlrippen. Diese können bei Bedarf bedenkenlos entsprechend abgeschliffen werden, sofern dies für das jeweilige Setup optisch akzeptabel ist.
RPG CENTERLINE
Zentrales Banjo. Separate Versorgung jedes Kolbens. Maximale Belagfläche. 12-Zoll-tauglich.
Drei Jahre Entwicklung, rund drei Stunden reine CNC-Maschinenzeit pro Sattel und eine Konstruktion, die bewusst nicht den üblichen Aufbau bestehender Scooter-Bremssättel übernimmt.
Der RPG Centerline verbindet präzise 5-Achs-CNC-Fertigung, 7075-Harteloxal-Kolben, Stahlpassstifte, eine durchgehende Brücke, vier gehärtete Spannschrauben und das zentrale Banjo-System in einem vollständig eigenständigen Bremssattel.
Entwickelt für alle, die bei ihrer Bremse nicht nur mehr Performance wollen, sondern auch verstehen möchten, warum sie anders funktioniert.
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